Alte Küchenutensilien
» Beitrag vom 01.02.2007 © Peter Buck

Bohnenschnipfler

Entfader
Grüne Bohnen, Schlangenbohnen, Gartenbohnen, Stangenbohnen, Phaseolus vulgaris oder wie immer das Gemüse heißen mag hat in Zunsweier eine ganz besondere Bedeutung.
Hier im Dorf sagt man landläufig "Buhneschäfe" zu dem beliebten Gewächs, aber auch zu den Dorfbewohnern besonders in der Fasendzeit. Das hat natürlich einen Grund. Die Narrenzunft bekam nämlich den Namen "Buhneschäfe" nach dem Übernamen der Zunsweirer. Zur Zeit des Patroziniumsfestes der Pfarrei St. Sixtus, dem "Zixfest", sind nämlich die grünen Bohnen (Bohnenschoten) reif, und die immer zahlreichen auswärtigen Gäste bekamen angeblich weder in den Familien noch in den Gaststätten etwas anderes auf den Mittagstisch als eben "Buhneschäfe".
So nimmt es auch nicht wunder, dass hiesige Hausfrauen besonder gut im Zubereiten eines Bohnengerichtes sind. Doch vor den Genuss kam erst einmal die unbeliebte Arbeit des Faden entfernens. Die Fäden zu beiden Seiten der Schoten müssen entfernt werden, weil sie besonders zäh sind. Dafür hat ein findiger Tüftler vor vielen Jahrzehnten ein Gerät erfunden, das heute in keinem Zunsweierer Haushalt fehlen sollte.
Und wenn wir gerade bei unverzichtbaren Hauhaltsgeräten sind, dann sei noch der Bohnenschnipfler vorgestellt, mit welchem man einst die Schoten in schmale Streifen für Eintopf oder Suppe als Einlage vorbereitete.
Zunsweierer Bürger zeigt Stil, esst mehr Buhneschäfe!

