Dreimärker vom Kinziggrün
Im Heimatbuch, das zur 850-Jahrfeier von Zunsweier 1986 erschien, ist zu lesen:
... [ Dieser "Lochen" stand im Gewann "Grün". Leider existieren von ihm nur noch Bilder. Er ist gestohlen worden. ] ...
Umso erstaunter war ich, als ich eine Aufnahme sah, die einen Grenzstein zeigte, der dem "Dreimärker vom Kinziggrün" verbluffend ähnlich sah. Das Bild stammt von Peter Buck, der den Grenzstein bei einem Spaziergang zwischen Gemarkung Möschle-See und Kinzig (siehe Standortskizze unten) fotografierte.
Zufälligerweise hatte Peter Buck dann auch noch ein Buch in seinem Bücherschrank "Verborgen und vertraut - Kleindenkmale in Offenburg" von Michael Friedmann (Stadtarchivar und Museumsleiter in Offenburg). Dort ist über den sog. "Dreimärker vom Kinziggrün 1787 (Aftergericht Zunsweier/Gericht Ortenberg/Reichsstadt Gengenbach Ohlsbach)" auf Seite 32 wie folgt nachzulesen:
... [ Auf dem Kinziggrün wurde 1992 als gültiges Grenzzeichen eine Kopie des Steins von 1787 gesetzt. Das Original befindet sich jetzt im Hof des Ritterhauses (Museums) nachdem der Dreimärker vor einigen Jahren entwendet und durch steinmetzmäßige Verarbeitung beschädigt worden war. Dies ist besonders bedauerlich, da nur dieser Markstein das Wappen des alten Nebengerichts Zunsweier darstellt. ] ...
Neben dem Bild steht geschrieben:
... [ "Zunsweier: eine Tanne von Rosen umgeben". ] ...
So machte ich mich auf nach Offenburg, um den Original-Grenzstein zu suchen. Im Ritterhausmuseum teilte man mir mit, dass der Stein sich heute im
Lapidarium der Stadt Offenburg befinden soll. Also auf zum Lapidarium... Dort angekommen sagte man mir, dass das Lapidarium vorübergehend wegen Überschwemmung geschlossen sei. Also bekam ich den Original-Stein bisher leider nicht zu Gesicht.

Original von 1787
Quelle: Heimatbuch Zunsweier

Kopie von 1992
© Peter Buck


